Ein handgemaltes Ölgemälde weist sichtbare Pinselstriche und strukturierte Farbschichten auf. Von der Seite oder unter schrägem Licht betrachtet, wirkt die Oberfläche uneben und fühlbar.
Ein Giclée-Druck, selbst auf strukturierter Leinwand, hat eine relativ ebene Oberfläche, da das Bild gedruckt und nicht gemalt wird.
Bei einem handgemalten Ölgemälde variieren die Pinselstriche naturgemäß in Richtung, Dicke und Druck. Feine Unvollkommenheiten und ausdrucksstarke Spuren zeugen von menschlicher Handwerkskunst.
Giclée-Drucke geben Pinselstriche zwar optisch wieder, aber sie wiederholen sich gleichmäßig und wirken bei genauer Betrachtung wenig plastisch.
Bei handgemalten Ölgemälden, insbesondere bei Keilrahmenbildern, ist oft zu sehen, dass die Farbe über die Ränder der Leinwand hinausläuft. Auf der Rückseite können Farbdurchdringungen oder leichte Flecken von Öl- oder Acrylfarben sichtbar sein.
Bedruckte Leinwände haben typischerweise saubere, unbemalte Kanten und keine Farbreste auf der Rückseite.
Handgemalte Kunstwerke weisen leichte Farbabweichungen und während des Malprozesses entstandene Farbschichten auf. Die Farben können dadurch satter und dynamischer wirken.
Gedruckte Kunstwerke basieren auf dem Auftragen von Farbschichten, was zu gleichmäßigen, aber flacheren Farbübergängen führt.
Jedes handgemalte Ölgemälde ist ein Unikat. Selbst wiederholte Motive weisen kleine Unterschiede auf.
Giclée-Drucke sind identische Reproduktionen, die oft in mehreren Exemplaren oder limitierten Auflagen hergestellt werden.
Während Giclée-Drucke eine hohe Reproduktionsauflösung und Erschwinglichkeit bieten, bieten handgemalte Ölgemälde Textur, Tiefe und Individualität, die nur handgefertigte Kunst bieten kann.